Zuhause sterben? Wie Palliativpflege es ermöglicht

Shownotes

Bei „palliativ“ denken viele an die letzten Tage des Lebens – doch Palliativversorgung setzt viel früher an und kann das Leben sogar verlängern. In dieser Folge besprechen Aglaja Adam und Kai Klindt, für wenn die Palliativpflege infrage kommt und wie sie zuhause gelingen kann. Außerdem geht es darum, wann ein spezialisiertes SAPV-Team nötig ist, wie pflegende Angehörige entlastet werden können und wieso Palliativpflege kein Luxus ist – sondern alle Versicherten Anspruch darauf haben.


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Pflegt ihr Angehörige oder seid ihr selbst pflegebedürftig? Und habt ihr euch schon mal mit Pflegekasse, Pflegegeld oder Pflegegraden herumgeplagt? Dann seid ihr bei „gepflegt gefragt“ genau richtig. In diesem Podcast beantworten wir eure Fragen rund um das Thema Pflege und helfen dabei, sich im Bürokratie-Wust zurechtzufinden. Gesundheitsjournalistin Aglaja Adam und Kai Klindt, der neben seiner journalistischen Tätigkeit als Pfleger arbeitet und studierter Altersforscher ist, sprechen in diesem Podcast mit Betroffenen und Expert:innen. Welche Hilfen kann man in Anspruch nehmen? Welche Gelder stehen einem zu Verfügung? Und wie kommt man überhaupt an einen Pflegegrad? Antworten auf diese und viele weitere Fragen hört ihr hier.

Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue Folge.

Habt ihr Fragen rund um das Thema Pflege, die wir im Podcast beantworten sollen? Dann schreibt uns an: pflege@gesundheit-hoeren.de

Diesen und weitere Gesundheitspodcasts gibt es auf http://www.gesundheit-hoeren.de


Das Team hinter „gepflegt gefragt“:

Hosts: Aglaja Adam, Kai Klindt;

Redaktion: Kari Kungel, Constanze Radnoti;

Postproduktion: Benedikt Möltner, Yves Seißler;

Chefredakteur: Dr. Dennis Ballwieser


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Transkript anzeigen

00:00:03: SPRECHER: gesundheit-hören.

00:00:05: AGLAJA ADAM: Zu Hause sterben zu dürfen im Kreise der Familie, der Liebsten, der Angehörigen, das wünschen sich in Deutschland ungefähr die Hälfte aller Menschen.

00:00:14: KAI KLINDT: Ja, genau, da gibt's ja einige Umfragen dazu und deswegen wollen wir heute darüber sprechen, wie das gelingen kann, zu Hause sterben zu können, ob das überhaupt für jeden Betroffenen das Richtige ist und was man dabei beachten sollte.

00:00:32: AGLAJA ADAM: Heute wollen wir über Palliativversorgung sprechen. Da gibt's einige Missverständnisse, auch im Hinblick zum Beispiel auf die Kosten und da wollen wir heute aufklären. Vielleicht zuerst zu uns. Ich bin Aglaja Adam, Gesundheitsjournalistin bei der Apotheken Umschau.

00:00:47: KAI KLINDT: Und ich bin Kai Klindt, Gesundheitsjournalist bei der Apotheken Umschau sowie Aglaja und Pflegefachkraft.

00:00:53: AGLAJA ADAM: Und ihr hört gepflegt gefragt, ein Podcast von gesundheit-hören, das ist das Audioangebot der Apotheken Umschau.

00:00:59: KAI KLINDT: In diesem Podcast beantworten wir eure Fragen rund um das Thema Pflege, sei es, dass ihr selbst von Pflegebedürftigkeit betroffen seid oder euch um einen pflegebedürftigen Menschen in eurem Umfeld kümmert.

00:01:11: AGLAJA ADAM: Dann lass uns starten. Wir haben's dir ja schon im Intro grad gesagt, viele Menschen würden gerne ihren letzten Atemzug zu Hause machen, im Kreise der Familie sterben. In der Realität ist es leider in Deutschland aber nicht so häufig der Fall, wie der Wunsch da wäre. Es ist so, dass in der Realität die meisten Menschen im Krankenhaus versterben oder im Pflegeheim.

00:01:39: KAI KLINDT: Genau.

00:01:39: AGLAJA ADAM: Dabei gibt's eigentlich gute Versorgungsangebote und Möglichkeiten, wie man auch zu Hause bis ganz zum Schluss gut versorgt werden kann.

00:01:48: KAI KLINDT: Und man muss auch dazu sagen, dass im Bereich der Palliativversorgung sich in Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr viel getan hat. Also man kann das überhaupt nicht mehr vergleichen mit der Palliativversorgung im Jahr 2000 zum Beispiel. Es gab da einige neue Angebote seitdem und oder gibt neue Angebote und die Chancen, dass man auch zu Hause gut betreut sein kann in seiner letzten Lebensphase, sind deutlich besser.

00:02:10: AGLAJA ADAM: Ja, Du hast jetzt auch grad noch mal den Begriff Palliativversorgung gesagt. Das ist ja was, wo gar nicht so viele Menschen eine ganz konkrete Vorstellung haben, was sich dahinter verbirgt. Auch ich hab bei den Recherchen wirklich viel Neues gelernt. Ich hab mich unterhalten mit Michaela Hach. Sie ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft spezialisierte ambulante Palliativversorgung und auch Geschäftsführerin des Fachverbands SAPV, wie die Abkürzung ist, in Hessen. Und sie hat erklärt, was Palliativversorgung im Großen und Ganzen bedeutet.

00:02:44: MICHAELA HACH: Palliativversorgung heißt nicht, praktisch unmittelbar von dem Sterben zu sein, sondern es geht darum, dass Menschen, die an Erkrankungen leiden, hier keine Heilung mehr bekommen, gut versorgt werden können. Das heißt, gelindert werden in ihrer Symptomatik, in ihrer Belastung, ihr Selbstbestimmungsrecht gestärkt wird und auch die Individualität, also auch das Würdeerleben gestärkt wird. Das ist erst mal der Grundsatz auch für die palliative Versorgung. Und das können erst mal, so sieht es eigentlich unser Gesundheitswesen vor, der Hausarzt, der Pflegedienst, also alle im Gesundheitswesen Tätige ableisten.

00:03:24: AGLAJA ADAM: Ja, ich find, hier merkt man schon deutlich, dass es nicht unbedingt immer darum geht, dass man ganz kurz vor dem Sterben ist, sondern

00:03:31: KAI KLINDT: Ganz wichtig, ja.

00:03:32: AGLAJA ADAM: Im Prinzip, sobald eine Krankheit nicht mehr heilbar ist.

00:03:36: KAI KLINDT: Genau. Und ich fände so schön, ich hab mal von einer Kollegin aus der Pflege, die selbst in der SAPV Versorgung, drauf gehen wir ja später noch ein, gearbeitet hat oder immer noch arbeitet. Die hat mal gesagt, erst kommt das Leben in der SAPV Versorgung. Das Sterben kommt später. Mhm.

00:03:54: KAI KLINDT: Es geht um das Leben, es geht um die Lebensqualität in der Palliativversorgung.

00:03:58: AGLAJA ADAM: Ja und eben auch darum, dass es manchmal auch noch eine ganz schöne längere Zeit geben kann, wo man gut versorgt leben kann und sogar vielleicht länger gut leben kann, als wenn man nicht palliativ versorgt wird.

00:04:12: MICHAELA HACH: Und wir wissen, dass palliative Versorgung und das finde ich eine ganz wichtige Botschaft, gibt es einige Studien, verlängert sogar das Leben. Also verkürzt es nicht, was viele annehmen, oh, diese Angst, ne, oh, bitte keine... Oh, ist es schon so weit, ne? Das ganze Umfeld signalisiert das, sondern wir wissen aus viele Studien, dass das Leben sich sogar verlängert durch Palliativversorgung, weil einfach dieser Leidensdruck weggeht.

00:04:36: AGLAJA ADAM: Und das war für mich auch interessant, weil wir hatten das ja auch erst vor Kurzem in der Familie, als bei meiner Tante Palliativversorgung im Raum stand. Und ich weiß auch, dass wir in der Familie lange darüber diskutiert haben, ob denn dann dadurch andere Versorgung nicht mehr geleistet wird und das ist ja gar nicht der Fall. Also ist ja eine on top Versorgung.

00:04:57: KAI KLINDT: Genau, es kommt zusätzlich zu der Versorgung, die man schon hat, also zum Beispiel über den Hausarzt, die Hausärztin, über den ambulanten Pflegedienst kommt's dazu und was Frau Hach grad gesagt hat, dass Palliativmedizin, Palliativversorgung, die das Leben auch verlängern kann. Also das finde ich auch sehr spannend, diesen Befund aus Studien, aber es verbessert natürlich auch vor allem die Lebensqualität der Menschen.

00:05:18: AGLAJA ADAM: Genau und das heißt überhaupt nicht, dass im akuten Notfall nicht medizinisch geholfen wird, sondern im Gegenteil, es wird bei der Palliativversorgung darauf geschaut, dass es dem Menschen richtig gut geht, soweit es möglich ist.

00:05:30: KAI KLINDT: Und das hängt ja auch immer davon ab, das ist auch ein wichtiger Punkt, auf den wir vielleicht noch eingehen werden, dass Palliativversorgung auch immer sehr individuell ist. Also was noch gemacht werden soll und kann und was sich der Mensch wünscht, das wird da individuell festgelegt.

00:05:44: AGLAJA ADAM: Mhm. Ja, wir werden später auch besprechen, wie man denn überhaupt an Palliativversorgung kommt. Trotzdem möchte ich hier noch ganz kurz erwähnen, dass Frau Hach auch meinte, dass es im Prinzip nie zu früh ist. Also man hat natürlich bestimmte Voraussetzungen, also eine unheilbare Krankheit und es ist schon so, dass man schwer krank ist. Aber man kann im Prinzip schon, sobald diese Phase beginnt, sich darum kümmern.

00:06:12: AGLAJA ADAM: Und sie hat aber auch erzählt, dass es in der Realität doch so ist, dass viele Menschen sich das vielleicht länger nicht eingestehen wollen, weil es ist eine schwere Erkenntnis zu verstehen.

00:06:22: KAI KLINDT: Genau, es ist sehr menschlich, dass man sich nicht eingestehen mag, auch als Angehöriger vielleicht nicht, dass es zu Ende geht in absehbarer Zeit.

00:06:29: AGLAJA ADAM: Genau. Und trotzdem meinte sie eben, dass es gut ist, wenn man sich schon früh beraten lässt und dass es dann auch einfach vielleicht so ist, dass man durch die Palliativversorgung sogar noch schöne Erlebnisse ermöglichen kann. Also sie hat erzählt, dass zum Beispiel noch letzte Reisen möglich sind oder andere Wünsche erfüllt werden können. Und wenn man sich zu spät darum kümmert, dann hat sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass manch manche Menschen dann gesagt haben, Mensch, hätte ich das mal früher gewusst, dass man so was auch noch dazubekommen kann.

00:07:04: KAI KLINDT: Ja. Und ich find auch sehr spannend, es gibt auch so Beobachtungen und auch Studien, dass Menschen, die in der palliativen Situation sind, also am Ende ihres Lebens, dass die bei guter palliativer Behandlung auch selten einen Todeswunsch äußern. Also der Todeswunsch ist ja bei Menschen, die schwer erkrankt sind, oft durchaus da. Bei guter palliativer Behandlung geht dieser Wunsch oft zurück, ja. Und die Lebensqualität wird als sehr positiv erlebt.

00:07:30: AGLAJA ADAM: Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass es auch für die Angehörigen einfach eine wahnsinnige Entlastung sein kann, wenn sie palliativ mit versorgt werden. Unbedingt. Trotzdem ist es natürlich immer auch die Frage, wir hatten ja eingangs gesagt, die meisten Menschen oder viele Menschen wünschen sich, zu Hause sterben zu können, aber da spielt ja nicht nur dieser eine Mensch eine Rolle, sondern da muss ja auch jemand da sein zu Hause.

00:07:56: KAI KLINDT: Genau. Es ist wichtig, dass auch das Umfeld stimmt, ja, zumal auch die Situation speziell in der Sterbephase auch sehr herausfordernd sein kann. Also man sollte sich auch ehrlich fragen, ob man das schultern kann als Familie und um das zu klären, dabei helfen son paar kleine Fragen, die man sich stellen sollte. Einmal zum Beispiel, das wird häufig etwas unterschätzt, kann man sich vorstellen als Angehöriger, zum Beispiel als Partner, Partnerin in einer Wohnung später zu leben, in der mein Angehöriger, meine Partnerin, mein Partner verstorben ist? Damit tun sich manche durchaus schwer.

00:08:35: KAI KLINDT: Also diese Frage sollte man sich durchaus auch ehrlich stellen. Mhm. Zweiter wichtiger Punkt ist, bin ich bereit, auch fremde Menschen ins Haus zu lassen, also fremde Menschen im Sinne von professionellen Helfern, Helferinnen, zum Beispiel vom SAPV Team, vom Pflegedienst, ein Facharzt vielleicht und dass man dazu auch bereit ist, eben Menschen auch da hinzuzuziehen, weil das ist in der Regel oft wichtig und unvermeidbar eigentlich auch, um um das gut begleiten zu können diese Situation und ein ganz wichtiger Punkt ist noch, kann rund um die Uhr jemand zu Hause sein bei den Betroffenen? Mhm. Man kann sich ja auch abwechseln als Angehörige, aber dieser Punkt ist auch ganz wichtig.

00:09:14: KAI KLINDT: Genau darüber habe ich auch mit Cordula Wagner gesprochen. Sie ist Leiterin eines Pflegedienstes in Unterföhring bei München.

00:09:23: CORDULA WAGNER: Ganz wichtig ist natürlich, dass Angehörige da sind. Also wenn jemand jetzt alleine da liegt in seinem Krankenbett zu Hause und es ist keiner drum rum und wir sagen, wir kommen zwar drei-, viermal am Tag, aber es ist einfach keiner da, das geht gar nicht. Also das geht einfach nicht, weil es muss jemand da sein, ja, wenn's nur für das Emotionale ist. Also so ganz alleine, dass wir sagen, der liegt jetzt alleine hier. Wir wir begleiten den jetzt, aber wir kommen ja auch nur unsere Einsätze, vielleicht dreimal, vielleicht viermal. Ansonsten liegt er alleine im Bett und das geht also nicht. Also Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass Angehörige oder oder 24 Stunden Pflegekraft oder was auch immer, dass jemand 24 Stunden da sein muss.

00:10:06: AGLAJA ADAM: Ja, das sind wirklich wichtige Fragen, die Du da jetzt auch noch mal aufgezeigt hast. Ich kann mir auch vorstellen, dass manche Menschen das eigentlich wahnsinnig gerne ermöglichen würden, aber sich dann vielleicht doch eingestehen, dass es ihnen zu viel wird oder dass es also emotional auch schwierig wird. Ich hab da auch wirklich von allen Expertinnen gehört, mit denen wir gesprochen haben, dass es ja überhaupt kein Versagen ist und dass es natürlich auch noch andere Möglichkeiten gibt, wie ein Sterben würdevoll und schön ablaufen kann, auch wenn's dann vielleicht doch nicht zu Hause funktioniert. Und das, was wir ja vorhin ja auch schon gesagt haben, dass Palliativversorgung nicht unbedingt erst anfängt, wenn's wirklich kurz vor dem Tod ist, zeigt ja auch, man kann ja auch das mal probieren, wenn man sich gut beraten lässt und die Palliativversorgung in Anspruch nehmen. Und wenn man das dann doch noch mal umentscheidet und vielleicht der Betroffene selbst auch lieber ins Krankenhaus möchte oder die Angehörigen merken, das ist einfach zu viel, wir kommen an unsere Grenzen, dann kann man das ja auch noch mal anders gestalten.

00:11:12: KAI KLINDT: Genau, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Man sollte kein schlechtes Gewissen haben als Angehöriger, Angehörige und auch das nicht als Scheitern begreifen, da man merkt, wir schaffen das zu Hause nicht. Und es ist auch nicht selten so, dass auch Betroffene, sterbende Menschen sich wünschen, im Krankenhaus gehen zu können. Das gibt es durchaus auch. Kann man sich erst gar nicht vorstellen, aber im Laufe des Fortschreitens einer schweren Erkrankung kann es durchaus Situationen geben, wo der medizinische Behandlungsbedarf, der pflegerische Behandlungsbedarf, zum Beispiel wegen komplexer Schmerzen oder auch Luftnot, man sich einfach im Krankenhaus sicherer fühlt.

00:11:48: KAI KLINDT: Mhm. Ja.

00:11:49: AGLAJA ADAM: Ja, klar. Jetzt haben wir schon viel über Palliativversorgung oder den Begriff haben wir jetzt schon häufig benutzt und auch schon so bisschen erzählt, wann und was es bedeutet. Aber wir haben eigentlich noch nicht darüber gesprochen, wie man überhaupt zur Palliativversorgung kommt.

00:12:05: KAI KLINDT: Genau. Ja, und da würde ich vorschlagen, dass man wirklich so ganz, ich sag mal, basic vertraut anfängt bei Ansprechpartnerinnen, Ansprechpartnerinnen, die man kennt, also Hausärztin, der Hausarzt, ja. Der ambulante Pflegedienst, wenn man bereits einen Pflegedienst hat, aber oft können die auch ganz gut beraten, was man da machen kann und die kennen noch weitere Kontakte, etwa zu Palliativ Teams, also SAPV Teams, auf die wir später noch zu sprechen kommen oder zu Pflegeberatungsstellen. Also da sollte man erst mal anfangen.

00:12:36: AGLAJA ADAM: Und ich hab auch mit Frau Hach gesprochen, weil viele Leute sich auch denken, ja, hab ich denn da drauf überhaupt Anspruch? Kostet mich das was? Und dazu hat sie Folgendes gesagt.

00:12:46: MICHAELA HACH: Also grundsätzlich ist es so, dass jeder krankenversicherte Mensch, Betroffene einen Rechtsanspruch auf palliative Behandlung hat, wenn er Krankenbehandlung bekommt, egal in welchem Setting. Das ist im Gesetzbuch ganz klar so definiert. Das heißt, der Rechtsanspruch, wenn ich Krankenbehandlung bekomme, habe ich auch einen Anspruch, palliativ versorgt zu werden.

00:13:09: KAI KLINDT: Ja, also ganz wichtig, das ist kein Luxus. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, da muss man sich keine Sorgen machen und man sollte unbedingt auch diese Leistung, ja, einfordern. Ist vielleicht zu hartes Wort, aber man hat einfach ein Anspruch darauf und das auch nutzen. Mhm.

00:13:24: AGLAJA ADAM: Das klingt jetzt alles so, als ob man da wahnsinnig aktiv werden müsste, aber tatsächlich ist es ja in unserem Gesundheitssystem eigentlich auch so, dass die Hausärztin oder der Hausarzt oder auch der Pflegedienst, der vielleicht schon zu einem kommt, die ersten Schritte einleitet. Also man muss jetzt da auch nicht groß Panik kriegen, dass man sich jetzt da drum kümmern muss, weil das ja auch oft einfach so peu à peu, Schritt für Schritt läuft.

00:13:49: KAI KLINDT: Genau, man kann auf das aufsatteln, was ohnehin schon läuft an Behandlung oder an Pflege und das wird oft als, ja, als sogenannte allgemeine ambulante Palliativversorgung bezeichnet. Es ist auch so, dass die der Hausarzt, die Hausärztin die Möglichkeit hat, zusätzliche Pflege zu verordnen als häusliche Krankenpflege, wenn da ein Bedarf ist, zum Beispiel aufgrund ja, eine Schmerzsymptomatik, Luftnot, also einen einfach zusätzliche Unterstützung der vielleicht schon bestehenden Pflege erforderlich ist. Und der Vorteil ist da auch, dass diese Pflegeansätze quasi extra laufen. Die laufen über die Krankenkasse, nicht über die Pflegekasse und die schmälern damit auch nicht das Budget, das man hat von der Pflegekasse für den ambulanten Pflegedienst.

00:14:29: AGLAJA ADAM: Also in der Praxis sieht es dann so aus, dass die Hausärztin oder der Hausarzt einem sagen, Ihr Angehöriger bräuchte eigentlich noch diese Zusatzleistung und das könnten wir...

00:14:41: KAI KLINDT: Genau, das kann er sagen. Vielleicht kriegt er das auch eigentlich gar nicht mehr indirekt mit. Also von daher ist es auch gar nicht schlecht, wenn man das als Angehöriger weiß und auch selber mit diesem Vorschlag auf den Hausarzt, die Hausärzte

00:14:53: AGLAJA ADAM: Also um auch, ja.

00:14:53: KAI KLINDT: So geht, ja.

00:14:54: AGLAJA ADAM: Mhm. Das ist dann, wie Du jetzt schon gesagt hast, die allgemeine Palliativversorgung. Das ist quasi der erste Schritt meistens, oder?

00:15:01: KAI KLINDT: Genau und das ist auch die häufigste Form der Palliativversorgung, weil die meisten Menschen auch damit auskommen. Aber es gibt noch eine 2., die haben wir schon mal angedeutet mit dem Begriff SAPV, das heißt spezialisierte ambulante Palliativversorgung.

00:15:14: AGLAJA ADAM: Mhm. Und was ist das genau?

00:15:16: KAI KLINDT: Das sind spezialisierte Teams, im Kern aus Fachpflegekräften, die also eine Palliativ Care Ausbildung haben und Palliativmedizinerinnen und - medizinern. Dazu kommen oft noch weitere medizinische Berufe wie Physiotherapeutinnen zum Beispiel, manchmal auch Psychologen, Sozialarbeiterinnen und aber im Kern sind es Ärztinnen und Pflegekräfte. Und die kommen dann zum Einsatz, wenn die, ja, die allgemeine Versorgung nicht mehr ausreicht, wenn es zum Beispiel, ich sag mal, komplexe Pflegebedarfe gibt, weil die Menschen halt vielleicht auch große offene Stellen, chronische Wunden haben, weil sie Luftnot haben, dass sie die sich nicht wirklich behandeln hat lassen bisher, Übelkeit, Erbrechen oder wenn alles auch zusammenkommt, auch mit Schmerzen oder die oder die Betroffenen eine Schmerzpumpe brauchen, dann werden typischerweise SAPV Teams eingesetzt.

00:16:06: AGLAJA ADAM: Mhm. Das hast Du jetzt schon super erklärt. Ich hab nämlich noch mal nachgelesen, mir war immer nicht ganz klar, wann das denn greift, also wer darauf Anspruch hat. Und ich hab dann beim GKV Spitzenverband, also der Verband der gesetzlichen Krankenkassen, gelesen, dass Versicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung, die eine besonders aufwendige Versorgung benötigen, Anspruch haben. Und das hattest Du ja jetzt auch schon erklärt, dass die SAPV dann oft ärztliche und pflegerische Leistungen einschließt und eben Schmerztherapie, Symptomkontrolle beinhaltet, die vielleicht noch über die allgemeine hinausgeht und darauf eben abzielt, das ist ja unser Thema heute, dass die Betreuung der Versicherten in der vertrauten Umgebung zu Hause oder im familiären Bereich ermöglicht werden kann.

00:16:59: KAI KLINDT: Genau, das ist richtig beschrieben in der Sprache der Krankenkasse natürlich mal recht abstrakt.

00:17:05: AGLAJA ADAM: Ja, deswegen hab ich gesagt, Du hast es eigentlich schon besser erklärt gehabt, aber weil sich vielleicht so mancher denkt, ja okay, ich hab jetzt allgemeine Palliativversorgung und eigentlich funktioniert's auch ganz gut, aber was sie jetzt da im Podcast erzählen, klingt spannend. Man kann sich da auch einfach beraten lassen, ob das für einen infrage kommt, oder?

00:17:23: KAI KLINDT: Unbedingt, ja. Also entweder man berät sich mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder man lässt sich eben eine Verordnung geben für eine Beratung beim SAPV Team. Das ist immer empfehlenswert, auch schon frühzeitig.

00:17:34: AGLAJA ADAM: Mhm. Und man man braucht aber dann eine Verordnung vom Hausarzt oder der Hausärtzin. Genau. Ja, also was ich generell bei den Recherchen gelernt hab, ist, dass es bei der Palliativmedizin eben nicht um Sterben geht, sondern auch um Sterben, aber mehr darum, dass den Menschen, die schwerstkrank sind, noch mal andere Möglichkeiten gegeben werden, um mehr Lebensqualität zu haben. Also Du hast eben schon die Schmerzlinderung angesprochen.

00:18:04: KAI KLINDT: Genau. Und zum Teil ist es auch so, dass die Palliativmedizin oder generell die Palliativversorgung, die umfasst ja mehr als nur die Medizin, dass die auch wirklich daran arbeitet, dass die Menschen auch wieder vielleicht zu Hause leben können, also wenn die zum Beispiel auf der Palliativstation im Krankenhaus waren oder auch, dass sich teilweise die SAPV Teams, über die wir grad gesprochen haben, auch in' gewissen Zeit vielleicht wieder zurückziehen, wenn sie merken, die Situation hat sich stabilisiert. Wir werden erst mal nicht mehr gebraucht. Mhm. Vielleicht geht's den Menschen auch wirklich objektiv besser, ja.

00:18:33: KAI KLINDT: Mhm. Man kann ja auch son Verlauf einer Erkrankung nicht immer so voraussagen, grade bei Erkrankungen, die im Alter sehr häufig sind, wie COPD, also eine chronische Lungenerkrankung, die mit großer Belastung auch oft mit Luftnot einhergehen kann oder Herzschwäche, ja. Und da ist der Verlauf nicht immer so, dass man sagen kann, das ist ja kein schönes Wort gradlinig, sondern das ist auch mal son Auf und Ab, das ist ganz typisch, ne. Mhm.

00:18:56: AGLAJA ADAM: Ja, das fand ich auch interessant, dass Frau Hach auch gesagt hatte, dass das SAPV Team manchmal auch nur eine Zeit kommt und dann reicht vielleicht auch wieder die allgemeine Palliativversorgung.

00:19:08: KAI KLINDT: Ja, genau.

00:19:09: AGLAJA ADAM: Und ich glaub, was für viele Menschen einfach auch wirklich eine Riesenstütze ist, ist, dass durch die Palliativversorgung und insbesondere natürlich auch durch dieses interdisziplinäre Team bei' SAPV Versorgung, dass einfach noch mehr Menschen sich mit um diesen Menschen kümmern, der in der letzten Phase seines Lebens ist, also dass man nie das Gefühl hat, man ist alleine.

00:19:32: KAI KLINDT: Genau. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man es wenn man auch Verantwortung abgeben kann und bei den SAPV Teams ist es ja auch so, dass die eigentlich eine Rufnummer dalassen, wo man sie Tag und Nacht, also erreichen kann und es ist wohl nachdem was Menschen, also die SAPV Teams auch so berichten, dass diese Nummern gar nicht so häufig genutzt werden eigentlich, aber es ist einfach ein gutes Gefühl, ein beruhigendes Gefühl zu wissen, ich kann jederzeit jemanden erreichen.

00:20:02: AGLAJA ADAM: Ja, das kann ich mir vorstellen, weil die Alternative wäre ja, dass man dann doch den Notruf wählt und die dürfen ja auch keine Hilfeleistung unterlassen. Und dann ist wahrscheinlich die Konsequenz, dass dann eventuell der Angehörige doch wieder ins Krankenhaus gebracht wird. Und wahrscheinlich ist einfach die Beruhigung, wenn man sich ans SAPV Team wenden kann, da, dass die einem vielleicht noch mal niederschwelligere Tipps geben oder dann doch noch mal vorbeikommen, egal welche Uhrzeit und vielleicht auch der Hausarzt oder die Hausärztin dann eingeschaltet wird. Das war für mich auch interessant, dass man, wenn man SAPV Versorgung bekommt oder SAP Versorgung, dass man dann im Prinzip eben einen Ansprechpartner hat und das ist das Team. Also da hat man die Nummer von dem Team und man muss dann auch nicht mehr so viel überlegen, an wen wende ich mich denn jetzt?

00:20:50: AGLAJA ADAM: Man hat dann einfach einen Kontakt.

00:20:53: KAI KLINDT: Ja, genau. Das ist stabilisiert die Situation oft sehr gut, auch psychisch für die Angehörigen und die Betroffenen natürlich.

00:20:59: AGLAJA ADAM: Mhm. Ja, wenn's natürlich dann auch um die Entlastung für Angehörige geht und auch für die Betroffenen, kann man in jedem Fall, egal ob man die spezialisierte Palliativversorgung in Anspruch nimmt oder die allgemeine, sich auch immer noch eine ehrenamtliche oder einen ehrenamtlichen Hospizhelfer, Helferin suchen. Und da hab ich auch mit einer gesprochen hier aus München, mit Julia Hoffmann, die für den Verein Dasein tätig ist. Und sie hat Folgendes erzählt.

00:21:28: JULIA HOFFMANN: Also das ist natürlich schon so, gerade in der in der häuslichen Pflege. Die Angehörigen, das ist zumindest meine Erfahrungen sind, natürlich häufig sehr belastet. So und da versuche ich natürlich auch dann mit meiner mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit eben eine Unterstützung zu bieten, indem ich einfach sage, ich bin jetzt hier. Es kann nichts passieren. Wenn Sie jetzt selber keinen, ich sag mal, Termin haben, gehen Sie doch raus, trinken Sie ein Kaffee, drehen Sie eine Runde um ein Block, telefonieren Sie mit' Freundin, ja. Das sind schon so Sachen, die ich dann auch anbiete, ja.

00:21:59: AGLAJA ADAM: Ja und ich denk, das tut gut, wenn man weiß, man kann sich kurz entspannen, weil jemand da ist, der sich auch mit der Situation auskennt.

00:22:06: KAI KLINDT: Ja, auf jeden Fall und ich finde es auch so schön, grad diese Hospizbegleitung. Das sind in aller Regel ehrenamtlich tätige Menschen. Die kommen oft aus ganz anderen Bereichen, beruflichen Bereichen und die bringen noch mal son anderes, ja, sag mal son menschlichen Zugang zu dem Thema da rein, genau.

00:22:24: JULIA HOFFMANN: Das Schöne bei mir als Ehrenamtliche ist aber, ich hab keinen Auftrag. Ich muss nicht schnell durchwischen. Ich muss nicht schnell den Patienten umziehen, sondern ich bin einfach da und mache das, was grade gewünscht ist. Und wenn's bedeutet, ich halte eine Stunde in der Hand, dann halt ich eine Stunde in der Hand. Und wenn ich eine Stunde vorlese, les ich eine Stunde vor. Und das kommt uns so im Alltag eben so ganz wenig vor, ist aber vielleicht genau das, was dann in dem Moment gewünscht wird.

00:22:55: KAI KLINDT: Ja und ich finde das, Frau Hoffmann erzählt, sagt noch mal sehr schön, wie wertvoll, wie wichtig diese ehrenamtliche Begleitung in einer palliativen Situation ist. Es geht halt grad um Dinge, die vielleicht sonst auch zu kurz kommen, wie eben das Handhalten, das Vorlesen, einfach das Zeit haben, was vielleicht sonst in der pflegerischen ärztlichen Betreuung in der Situation zu kurz kommt. Und das sind die Angehörigen ganz wesentlich oder kannst sie entlassen, wenn sie's wünschen natürlich, ja.

00:23:21: AGLAJA ADAM: Ja. Ich fand es auch interessant, in den Gesprächen mit den Expertinnen zu hören, was denn eigentlich so an Mitteln auch zur Verfügung stehen, um Menschen am Ende ihres Lebens das Leben zu erleichtern.

00:23:34: KAI KLINDT: Genau, das können kleine Dinge sein und ich erlebe das auch oft so und auch selber, als ich vor kurzem Angehöriger war, jemand aus meiner Familie, die verstorben ist, dass man auch den Wunsch hat als Angehöriger etwas zu tun, ja. Das können auch eben ganz kleine Dinge sein. Also oft sind es so, dass man Düfte anbietet, Aromaöle anbietet, wenn das dem den Betroffenen angenehm ist natürlich, dass man Körperkontakt kann wichtig sein, muss nicht wichtig sein. Und wenn man zum Beispiel die Hand hält, dann ist es auch erfahrungsgemäß wichtig, dass man die Hand auch gut hält, stabil hält und nicht nur eine flüchtige Bewegung macht, flüchtig über die Schulter oder den Handrücken streicht, das wird oft als nicht so positiv wahrgenommen von den Betroffenen. Da gibt es auch ganz eigene Konzepte in der Pflege, die eben auch mit Berührung den Menschen Sicherheit geben wollen und beruhigen wollen, ja.

00:24:25: KAI KLINDT: Wichtig ist das Thema Mundpflege, weil viele Betroffene haben Mundtrockenheit. Zum einen, weil sie vielleicht kaum noch trinken, zum anderen, weil sie aufgrund der Therapie durch die Medikamente etwa eine vorangegangene Chemotherapie einfach ein trockenen Mund haben. Das kann man, was man so gerne empfiehlt, sind so Eiswürfel aus dem Lieblingsgetränk, das kann auch Bier sein, ja, warum nicht? Und das kann der Betroffene dann auch lutschen, ja, zum Beispiel. Das sind so kleine Tipps, ja.

00:24:53: AGLAJA ADAM: Ja. Einfach.

00:24:54: KAI KLINDT: Ich werd auch gerne auch noch verlinken in den Shownotes, was man da so machen kann.

00:24:57: AGLAJA ADAM: Ja. Und Du hast jetzt auch grad angesprochen, dass man so als Angehöriger, als Angehörige so den Wunsch hat, irgendwas zu tun, aber irgendwann vielleicht ist auch Nichtstun das Richtige, oder?

00:25:06: KAI KLINDT: Ja, genau. Also ich denke auch, dass manche sterbende Menschen auch durchaus nicht bewusst und auch nicht ausgesprochen, aber durchaus den Wunsch haben, vielleicht mal alleine zu sein. Und was Menschen, die in diesen Bereichen beruflich viel und lange arbeiten, mir immer wieder erzählt haben, dass die Betroffenen oft in dem Moment gehen, wo sie alleine sind.

00:25:29: AGLAJA ADAM: Mhm.

00:25:29: KAI KLINDT: Ganz leise. Sobald sie alleine sind, können sie eher loslassen. Mhm. Eine ganz spannende Beobachtung. Man kann das wahrscheinlich wissenschaftlich nicht belegen oder nicht wirklich so erklären, aber es ist wahrscheinlich so, dass die Menschen dann eher loslassen können, ne.

00:25:44: AGLAJA ADAM: Ja, dieser letzte Augenblick, das ist ja auch so was, was man irgendwie nicht planen kann. Das ist ja wahrscheinlich auch das, was bei der Palliativversorgung auch eine Rolle spielt. Man weiß ja nie, wann fängt diese letzte Phase an? Wann endet sie? Wie genau wird der Angehörige versterben?

00:26:03: AGLAJA ADAM: Und ich glaub, als Angehöriger muss man da auch auf sich selber schauen und

00:26:07: KAI KLINDT: Genau, genau und deswegen ist es auch so wichtig, dass man den Mut hat, ja, Hilfe anzunehmen, Hilfe sich da zu erkundigen, zu informieren, was gibt's da für Unterstützung, dass man das wirklich auch zulassen kann. Und ganz wichtig immer, man hat ja einen Anspruch auf diese Leistung. Wir hatten das schon mal betont, aber es ist ganz wichtig, das zu sagen, diese Palliativversorgung, auch die SAPV Versorgung ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Es fällt doch nicht mal ein Eigenanteil an.

00:26:32: AGLAJA ADAM: Mhm.

00:26:32: KAI KLINDT: Und genau, das bitte auch in Anspruch nehmen, diese Möglichkeiten. Wir verlinken euch wie immer auch Adressen und Anlaufstellen in den Shownotes.

00:26:44: AGLAJA ADAM: Und in den Shownotes findet ihr auch wie immer den Link zu Kais Newsletter Pflege und Geld. Und wenn ihr auch Fragen habt, die wir euch beantworten sollen, dann schreibt uns eine E-Mail an pflege@gesundheit-hoeren.de Hören auch wie immer mit o e.

00:27:02: KAI KLINDT: Genau. Und wenn ihr mögt, wenn euch der Podcast gefällt, gerne weiterempfehlen und abonnieren, ganz wichtig, dann verpasst ihr auch keine Folge. Die nächste kommt in 14 Tagen.

00:27:12: AGLAJA ADAM: Danke fürs Zuhören. Wir freuen uns aufs nächste Mal. Bis dann.

00:27:15: KAI KLINDT: Und tschüs.

00:27:17: SPRECHER: gesundheit-hören. Das ist das Audioangebot der Apotheken Umschau.

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